Zu der Veranstaltung "Nach vorne führen viele Wege" schreibt die Rhein-Zeitung am 20.11.2013:

An der Realschule plus in Asbach gab es wertvolle Tipps für den Einstieg in den Beruf. Foto: Beate Christ
An der Realschule plus in Asbach gab es wertvolle Tipps für den Einstieg in den Beruf. Foto: Beate Christ

Orientierung im Dschungel der Ausbildungsberufe

Bildung Infoveranstaltung an Realschule plus und Fachoberschule in Asbach

Von unserer Mitarbeiterin Beate Christ

 

M Asbach. Es ist nicht leicht, sich im Dschungel der vielen Ausbildungsberufe zurechtzufinden. Viele Jugendliche und deren Eltern sind unsicher, wenn es um die Berufswahl geht. Reichen der Abschluss der Berufsreife oder die Mittlere Reife aus, um den Traumberuf zu finden? Wie sind die Chancen junger Berufseinsteiger ohne Abitur?

Unter dem Motto „Nach vorne führen viele Wege“ hatten die Realschule plus und Fachoberschule Asbach zu einem Informationsabend eingeladen. Ehemalige Schüler, die ihren Traumberuf gefunden haben, und verschiedene Experten fanden sich zusammen, um die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzeigen, die sich nach dem Abschluss der neunten oder zehnten Klasse jungen Menschen bieten. „Es muss nicht unbedingt das Gymnasium sein, das den Weg in eine erfolgreiche Zukunft ebnet“, lautete das Fazit des Abends.

Denn oftmals kann auch der Abschluss der Berufsreife, verbunden mit einer Ausbildung, genau der richtige Schritt in das Berufsleben sein. Angeregt wurden die Zuhörer, einmal ihren Blick zu weiten für das Schulsystem, das in Rheinland-Pfalz zahlreiche Optionen bietet. Klar wurde auch, dass sich Absolventen der Realschule plus nicht verstecken müssen. Bringen sie die notwendige Motivation und Einsatzbereitschaft mit, können sie Ausbilder überzeugen, auch wenn das Zeugnis nicht nur Bestnoten enthält.

Eine weitere wichtige Botschaft der Informationsveranstaltung war: Schüler sollten die Möglichkeit nutzen, in so viele Betriebe wie möglich hineinzuschnuppern. Nur so können sie herausfinden, welcher Beruf für sie geeignet ist. Und bei der Suche nach dem Traumberuf benötigen sie Unterstützung. Die können in erster Linie die Eltern, aber auch Angebote der Schulen zur Berufsorientierung und das Arbeitsamt bieten. „Es muss nicht nur einen Weg geben, der zum gewünschten Berufsziel führt“, hielt Monika Engler von der Agentur für Arbeit fest.

Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Markus Eulenbach, brach eine Lanze für betriebliche Ausbildungen in Industrie und Handwerk, die oftmals die erste Stufe auf der Karriereleiter darstellen oder den Weg in ein erfülltes Berufsleben ebnen können. Bröckelte in Zeiten, in denen es mehr Bewerber als Ausbildungsstellen gegeben hatte, das Image der Haupt- und Realschüler, so besinne man sich heute umso mehr auf die jungen Leute, die an den Realschulen plus eine fundierte schulische Ausbildung erhalten. In Zeiten der Fachkräftesicherung gewinne auch die duale Berufsausbildung immer mehr an Bedeutung. Gerade die Verbindung von Praxis und Theorie schätzen viele junge Menschen.

Womit junge Leute neben ihren schulischen Leistungen außerdem die Ausbilder überzeugen könnten, brachte Stefanie Klör von der Realschule plus auf den Punkt: „Höflichkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit“. Die Veranstaltung fand zeitgleich an vielen Schulen in Rheinland-Pfalz im Rahmen der landesweiten Kampagne des von Ministerpräsidentin Malu Dreyer geleiteten ovalen Tisches für Ausbildung und Fachkräftesicherung statt. Im Rahmen dieser Kampagne soll die Vielfalt der schulischen, beruflichen und akademischen Bildungswege in Rheinland-Pfalz bekannt gemacht werden.

RZ Linz, Neuwied vom Mittwoch, 20. November 2013, Seite 19 (0 Views)